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Brustwarzen-Piercing
Das Brustwarzenpiercing hat in den letzten
Jahren bei Frauen wie bei Männern an Beliebtheit gewonnen. Es ist ein
erotischer Schmuck, der stimulierend auf die Brustwarzen und allen
TrägerInnen wirken kann.
Nicht ausreichendes Wissen über die Anatomie (vor allem bei Frauen) wirft
immer wieder die gleichen Fragen auf:
- Schadet das Piercing dem Empfinden der Brust und Warze?
- Was ist bei der Schwangerschaft?
- Wie fest tut es weh?
Nachfolgend die Antworten zu diesen Fragen, sowie weitere wichtige und
nützliche Infos...
Schadet das Piercing dem Empfinden
der Brust und Warze?
Durch das Durchstechen der Brustwarze, beziehungsweise durch das Einsetzen
eines Schmucks wird die Brustwarze sensibilisiert. Wenn Du das als
schädlich oder unangenehm empfindest, rate ich Dir von diesem Piercing ab.
Was ist bei der Schwangerschaft?
Wenn eine Brustpiercingträgerin in Erwartung ist, rate ich bei Anzeichen
der Milchbildung (Spannungsgefühle, schwere Brüste) das Piercing zu
entfernen. Empfohlen im Studio, weil ich so einen fachmännischen Vorgang
garantieren kann. Dasselbe gilt für das Bauchnabelpiercing. Das Piercing
hat jedoch weder zu diesem noch zu einem späteren Zeitpunkt einen
negativen Einfluss auf den Milchfluss, da die Brustwarze eine Drüse ist.
Die Stichstelle kann je nach Alter des Piercings innerhalb von einer
Stunde bis Tagen vollständig verwachsen.
Wie fest tut es weh?
Wie bei anderen Piercings werde ich auch bei der Brust gefragt, wie es
denn mit den Schmerzen aussieht. Das Schmerzempfinden ist bei jedem
verschieden, vergleichbar mit einer Spritze. Für die einen Höllenqualen,
für die anderen ein müdes Lächeln. Doch die Angst vor Schmerzen ist ein in
uns eingebauter Schutzmechanismus, welchen man nicht ignorieren sollte.
Männliche Brustwarzen
Da Männer meistens kleine Brustwarzen haben, wird hier das Piercing tiefer
am Warzenansatz gestochen. Dadurch wird die Gefahr des Ausreissens
geringer.
Schlupfwarzen
Schlupfwarzen können unter Umständen mit einem Piercing ein- oder
beidseitig korrigiert werden.
Schmuck
Schmuck kann vertikal, horizontal oder kombiniert getragen werden. Nach
Abheilen (2-4 Monate) kann das Piercing vom Träger beliebig gewechselt
werden. Hygiene sollte jedoch selbstverständlich sein. Ein fachmännischer
Schmuckwechsel kann auch im Studio vorgenommen werden.
Silikonimplantate
Silikonimplantate werden vom Piercing nicht beeinträchtigt. Bei späterem
Entfernen (bei jeglichen Operationen) der Implantate wird das Entfernen
des Piercings vorgeschrieben.
Infektionsgefahr
Eine Infektionsgefahr besteht während der Heilungszeit bei jedem Piercing
immer. Um diese jedoch möglichst gering zu halten, empfehle ich die Stelle
peinlich sauber zu halten und nur mit gewaschenen Fingern zu behandeln. Da
der Piercingschmuck ein Permanentschmuck ist, muss er zum Reinigen weder
gedreht noch rausgenommen werden.
Nicht alle sollten ihre Brustwarzen piercen!
Nicht empfehlenswert ist das Brustwarzenpiercing bei übersensiblen
Brustwarzen, vor einer geplanten Schwangerschaft oder bei Ausführung
jeglicher Kampfsportarten.
Noch Fragen?
Ula Schaer
dipl. Piercerin
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